Orientierung — Hamburg und Metropolregion
KI-Berater in Hamburg finden: worauf Sie achten sollten
Kurzantwort
Einen brauchbaren KI-Berater erkennen Sie daran, dass er nach Ihren Abläufen fragt, bevor er ein Werkzeug nennt, dass er benennt, was er nicht macht, und dass er offenlegt, wovon er lebt. Im Erstgespräch lohnen sich fünf Fragen: Wovon leben Sie? Wovon raten Sie ab? Was ist zuletzt gescheitert? Was passiert, wenn ich Sie danach nicht mehr beauftrage? Woran messen wir in sechs Monaten den Nutzen? Den Preis bestimmen der Umfang der Bestandsaufnahme, die Zahl der Anwendungsfälle und die Frage, ob die Begleitung mit der Entscheidung endet oder bis in den Betrieb reicht. Die Pflichten aus der KI-Verordnung bleiben beim Unternehmen, das das System einsetzt. Und wer Lizenzen verkauft oder Provisionen bezieht, hat ein Interesse an einer bestimmten Antwort.
Diese Seite verkauft nichts, sie sortiert. Wenn Sie danach jemand anderen beauftragen, ist sie trotzdem ihr Geld wert gewesen – sie hat keins gekostet.
Erkennungsmerkmale
Woran sich einer erkennen lässt, der etwas taugt.
Der Markt für KI-Beratung ist jung, und die Eintrittsschwelle ist eine Visitenkarte. Umso nützlicher sind ein paar Merkmale, die sich im ersten Gespräch zeigen und nicht auf der Referenzliste stehen.
Was dafür spricht
- Fragt nach Abläufen, bevor er ein Werkzeug nennt
- Sagt von sich aus, was er nicht macht
- Legt offen, wovon er lebt und woher sein Geld kommt
- Rät gelegentlich von einem Vorhaben ab
- Übergibt Dokumentation, mit der ein anderer weiterarbeiten könnte
Was stutzig machen sollte
- Nennt das Werkzeug, bevor er die Aufgabe kennt
- Verspricht Rechtssicherheit oder ein Zertifikat als Ergebnis
- Nennt Zahlen zum Nutzen, bevor irgendetwas gemessen wurde
- Verkauft nebenbei Lizenzen des Anbieters, den er empfiehlt
- Liefert Workshops, deren Ergebnis eine Wand voller Haftnotizen ist
Der letzte Punkt unter „Was dafür spricht“ wird unterschätzt. Ein Vorhaben, das ohne den Berater nicht weiterläuft, ist kein Erfolg, sondern eine Abhängigkeit mit Rechnung. Fragen Sie ruhig direkt, was passiert, wenn Sie nach dem ersten Anwendungsfall aufhören zu beauftragen. Die Antwort sagt mehr als jede Referenz.
Erstgespräch
Fünf Fragen, die sich lohnen
Ein Erstgespräch ist kein Vorstellungsgespräch, aber es ist auch keine Produktvorführung. Diese fünf Fragen kosten zusammen keine zehn Minuten und sortieren zuverlässiger als eine Ausschreibung.
- Wovon leben Sie – Honorar, Lizenzen, Provisionen?
- Wovon würden Sie mir abraten, und warum?
- Welches Vorhaben ist bei Ihnen zuletzt gescheitert, und woran?
- Was passiert, wenn ich Sie danach nicht mehr beauftrage?
- Woran messen wir in sechs Monaten, ob sich das gelohnt hat?
Auf die letzte Frage gibt es eine schlechte und eine gute Antwort. Die schlechte nennt Nutzerzahlen und Zufriedenheitswerte; die steigen in jedem Probelauf. Die gute nennt die Dauer eines Vorgangs samt Nacharbeit, den Anteil der Ergebnisse, die ohne Änderung brauchbar waren, und die unbequemste Zahl von allen: ob das Werkzeug acht Wochen nach dem Probelauf noch benutzt wird.
Preis
Was Beratung kostet – und woran es liegt.
Tagessätze stehen auf dieser Seite keine, weil sie ohne Zuschnitt nichts aussagen. Drei Größen bestimmen den Aufwand. Die erste ist der Umfang der Bestandsaufnahme: Gespräche mit den Beteiligten, Arbeitsschritte am Platz angesehen, Aufwand je Schritt beziffert statt geschätzt – ein bis vier Wochen, je nach Haus. Die zweite ist die Zahl der Anwendungsfälle, die Sie parallel verfolgen wollen; mehr als einer zu Beginn ist selten klug. Die dritte ist die Reichweite: Endet die Begleitung mit der Entscheidung, oder soll sie bis in den laufenden Betrieb hinein gehen? Für den ersten Anwendungsfall rechne ich mit sechs Wochen von der Bestandsaufnahme bis zur Entscheidung.
Dazu kommt, was fast nie im Angebot steht und trotzdem den Ausschlag gibt: der Prüfstein. Zwanzig echte Fälle aus der Vergangenheit, bei denen das richtige Ergebnis bekannt ist. Das kostet einen halben Tag und ist das Beste, was sich in ein solches Vorhaben stecken lässt. Ohne ihn entscheidet hinterher die Stimmung, und die entscheidet in beide Richtungen falsch. In Hamburg und der Metropolregion kommen keine Reisekosten hinzu.
Verantwortung
Wer haftet, wenn es schiefgeht.
Die Pflichten aus der KI-Verordnung treffen das Unternehmen, das das System einsetzt – nicht seinen Berater und nicht seinen Referenten. Ein Dienstleister kann die Maßnahme liefern, zuschneiden und dokumentieren; die Verantwortung dafür, dass sie zum tatsächlichen Einsatz im Haus passt, bleibt dort, wo das System läuft. Wer Ihnen anbietet, Ihnen diese Verantwortung abzunehmen, verkauft ein Gefühl.
Dasselbe gilt für den Datenschutz. In jedem Fall mit Personenbezug gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO dazu; ohne ihn ist der betriebliche Einsatz regelmäßig unzulässig, unabhängig davon, wie gut das Werkzeug ist. Ein Berater kann Ihnen sagen, welche Pflicht Sie trifft und wie andere sie umsetzen. Ob Ihr konkreter Fall vor Gericht Bestand hat, sagt Ihnen ein Anwalt, und das ist auch richtig so.
Unabhängigkeit
Warum es zählt, wovon jemand lebt.
Wer Lizenzen vermittelt, verdient daran, dass Sie welche kaufen. Wer eine Provision bezieht, verdient an einem bestimmten Anbieter. Das muss keine böse Absicht sein – es reicht, dass die Frage „brauchen Sie das überhaupt?“ dann teuer wird und deshalb seltener gestellt.
Ich verkaufe keine Lizenzen und beziehe von keinem Anbieter eine Provision. Das führt gelegentlich zu Gesprächen, in denen die Empfehlung lautet, gar nichts zu kaufen, weil ein sauber gebautes Formular an dieser Stelle mehr bringt als ein Sprachmodell. Solche Gespräche sind für mich die schlechtesten und für den Betrieb die besten.
Wer sich ohne Verkaufsabsicht einlesen möchte, ist auf dem Nachschlagewerk besser aufgehoben als hier: Dossiers in drei Lesetiefen, Glossar, Chronik der Rechtslage, ohne Anmeldung und ohne Newsletter.
Häufige Fragen
Was bei der Suche gefragt wird.
Woran erkenne ich einen guten KI-Berater?
Welche Fragen sollte ich im Erstgespräch stellen?
Was kostet KI-Beratung?
Wer haftet für den Einsatz von KI im Unternehmen?
Wer bietet KI-Beratung in Hamburg an?
Wenn es passt
Das Angebot, kurz.
Wenn Sie in Hamburg oder der Metropolregion jemanden suchen, der die Bestandsaufnahme macht, den ersten Anwendungsfall mit Ihnen aussucht, Anbieter und Vertrag prüft und in Woche fünf noch einmal vorbeikommt: Ein Erstgespräch von dreißig Minuten kostet nichts. Am Ende sage ich Ihnen, was ich an Ihrer Stelle zuerst angehen würde – und ob Sie dafür überhaupt jemanden von außen brauchen.